Die Vorweihnachtsrallye von Bitcoin & Co. hat viele Akteure der Branche beeindruckt, einige spekulierten sogar über den Beginn eines neuen Bullruns. Spätestens seit dem 24. Dezember, als Bitcoin erneut um fast 10 Prozent einbrach, scheint es jedoch so, dass die Rallye ein frühzeitiges Ende gefunden hat. Ein Grund dafür könnte die weitere Verzögerung der Bitcoin Futures von Bakkt sein. 

Wie Coindesk berichtet, könnte sich der Start der physisch belieferten Bitcoin Futures der Bakkt weiter verzögern. Wie es in dem Bericht heißt, muss die Muttergesellschaft der New York Stock Exchange und der Bakkt – die Intercontinental Exchange (ICE) – noch die notwendigen Genehmigungen der United States Commodity Futures Trading Commission (CFTC) erhalten. Die Bearbeitung könnte sich jedoch weiter nach Hinten verschieben. Ursprünglich war der Launch der Bitcoin Futures der Bakkt bereits zum 12. Dezember 2018 geplant, musste aber zuletzt auf den 24. Janar 2019 verschoben werden, da die CFTC den angestrebten Termin nicht halten konnte.

Aktuell scheint eine rechtzeitige Genehmigung deshalb fraglich, weil Bakkts Custody-Lösung für die physischen Bitcoin Futures eine Premiere für die CFTC sind und zahlreiche US-Behörden aufgrund des aktuellen Shutdowns wegen eines Haushaltsstreits über die US-mexikanische Grenzmauer teilweise handlungsunfähig sind.

In dem Bericht wird ausgeführt, dass die CFTC der ICE möglicherweise eine Ausnahmeregelung für ihre Custody-Lösung von Bitcoin erteilen muss. Die CFTC muss eine Freistellung für den Plan von Bakkt gewähren, Bitcoin im Namen ihrer Kunden zu lagern. Die CFTC-Vorschriften verlangen in der Regel, dass Kundengelder von einer Bank, Treuhandgesellschaft oder einem Futures Commission Merchant (FCM) gehalten werden.

Der Freistellungsantrag von Bakkt wurde bereits von den Mitarbeitern der CFTC geprüft. Sie wurde inzwischen an die Kommission weitergeleitet. Die Kommission muss jetzt aber noch darüber abstimmen, ob sie den Vorschlag zur öffentlichen Stellungnahme vorlegt. Das letztgenannte Verfahren dauert in der Regel 30 Tage, danach nimmt sich die Kommission etwas Zeit, um die Kommentare zu lesen und dann über den Antrag auf Freistellung abzustimmen.

Der Shutdown der US-Regierung könnte außerdem ein weiterer Faktor sein, da Präsident Trump versucht, über die Finanzierung der Mauer an der US-mexikanischen Grenze zu verhandeln. Als Ergebnis wurden einige Behörden in einigen Bundesstaaten bereits teilweise geschlossen. Die Abschaltung könnte sich auch auf die CFTC auswirken und jede Entscheidung über den Freistellungsantrag von Bakkt weiter verzögern.

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